Die Band, die sich zurückzog, um Windelwechseln zu lernen, kindgerechte Busse zu entwerfen und ganz nebenbei eine neue Platte aufzunehmen, kommt außerordentlich ausgeruht aus der Babypause zurück. Und ausgeruht heißt in diesem Fall mit entwaffnender Klarheit und Direktheit. Wer zur neuen Platte eine sanftmütige Muttersau Holofernes samt väterlich lächelnder Mithelden erwartet, wird von „Soundso“ überrascht sein, denn die dritte Helden Platte ist zwar freundlich, aber sehr bestimmt.
Die Musik auf „Soundso“ nimmt keine Gefangenen ohne Angst vor Größe, Schönheit und generellem Wumms. Und schamloser denn je bedienen sich die Helden des Absurden, schrecken vor Meatloafgitarren, Saxofonsoli, Dosenstreichern, schmoovem Duettgesang, donnernden Arbeiterchören und deutsch singenden Backgroundsängern mit englischem Akzent (Hair luss deezn Kneelch un mere foroober gain) nicht zurück.
Und die Texte, die holofernesschen, strahlen eine neue Qualität von Selbstsicherheit aus, von Selbstverständlichkeit und Selbstvergessenheit. Sie sagen, was sie sagen wollen, für die, die es hören wollen. Mit ihrer „Soundso“ Tour machen die Helden auch im April Station in der Göttinger Stadthalle. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter der Ticket-Hotline (0561) 709550 und rund um die Uhr unter www.mmkonzerte.de sowie www.gt-ticketservice.de.
Facts: 20. April, 19 Uhr, Stadthalle Göttingen































0 Kommentare to “Die Helden sind zurück”