News — 26. September 2008 12:28

Ginex im Xcentric-Interview (mit Video)

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Xcentric: Ein Song aus eurem Streetalbum Zarj Gori – die Könige des Berges lautet K.A.S.S.E.L. Wie empfindet ihr das Leben in der nordhessischen Metropole?

Beny Krik: Wir können uns auf jeden Fall mit unserer Stadt identifizieren, weil die Menschen hier ehrlich sind. Und dadurch, dass in Kassel ein hoher Ausländeranteil zu verzeichnen ist, fühlen wir uns nicht so ausgegrenzt in der Gesellschaft. Ansonsten ist Kassel eine schöne, kulturelle Stadt. Das größte Problem ist jedoch die hohe Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher.

Xcentric: Was hat sich in eurem Leben geändert, seitdem der Hype um Ginex ausgebrochen ist?

Don A: In der Schule rufen mir oft Jugendliche „Ginex“ hinterher, auch in der Stadt oder in der Disko werde ich oft von Leuten angesprochen.

Som: Selbst im Internet werde ich sehr oft von Leuten angeschrieben, sogar manchmal aus der Ukraine, Russland oder Kasachstan.

Xcentric: Zur Jahrtausendwende seid ihr mit euren Eltern nach Deutschland gekommen. Gibt es eine Sache, die ihr besonders an Russ- land vermisst?

Som: Manchmal vermisse ich die Einfachheit des Lebens. In unserer Heimat konnte ich viele Sachen unbeschwert machen, ohne speziell auf irgendwelche Vorschriften oder Regeln zu achten.

Xcentric: Was ist eurer Meinung nach der größte Unterschied zwischen Deutschen und Russen?

Don A: Die Einheimischen (Deutschen) versuchen alles nach Plan zu machen, sie probieren nicht nach links oder rechts zu gehen. Wir Russen sind eher geneigt, bei manchen einfachen Sachen ein Auge zuzudrücken. Wir versuchen viele Sachen nach unserem Gewissen zu regeln.


Xcentric: Was möchtet ihr anderen Jugendlichen, die sich dem Kampf der Kulturen, von dem ihr rappt, ausgesetzt fühlen, mit auf den Weg geben? Habt ihr eine Message an sie?

Beny Krik: Eigentlich mag ich nicht irgend jemandem irgendetwas vorpredigen, aber ich wünsche halt allen Jugendlichen, dass sie ihre Chancen im Leben nutzen. Vor allem die Migranten sollten die Chance nutzen, die ihnen durch die Anwesenheit in Deutschland gegeben ist, denn in ihren alten Heimatländern ist das Leben durch Perpektivlosigkeit, Verbrechen und Krieg gekennzeichnet.

Xcentric: Euer vollständiger Bandname lautet Germany intern extern – wie seid ihr auf diesen Namen gekommen? Was steckt dahinter?

Beny Krik: Mir ist der Name im Schlaf eingefallen. Um jetzt aber ehrlich zu sein, waren wir mal mit den Jungs im Jugendzentrum und haben uns Gedanken über einen Namen für unsere Crew gemacht. Spontan sind wir dann irgendwie auf Ginex gekommen.

Xcentric: Was können wir  in der Zukunft von euch erwarten?

Die Leute werden ausflippen wenn sie erfahren, was bei uns in Zukunft ansteht, deswegen wollen wir jetzt nicht zu viel verraten. Was wir vorab ankündigen können, ist das kommende Kasseler Mixtape unter dem Namen „Kassel, die Raphauptstadt“. Das Mixtape wird von uns organisiert und präsentiert. Es werden die besten Rapper und Beatmaker aus Kassel vertreten sein.

Ginex-Video Kampf der Kulturen

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