Hütt verabschiedet Christoph Kämpf

Nach elf Jahren als Vertriebsleiter der Hütt Brauerei widmet sich Christoph Kämpf neuen Aufgaben. Der 42-Jährige wird künftig die Geschäfte einer Brauerei im bayrischen Straubing führen. Von Hütt, wo er 1993 als Praktikant anfing, seinen Kollegen und vielen Kunden und Wegbegleitern wurde er am Donnerstag in der Knallhütte feierlich verabschiedet. Hütt-Chef Frank Bettenhäuser dankte Kämpf in einer Laudatio für dessen Einsatz, Ehrlichkeit und Freundschaft.

“Ich konnte mich immer absolut auf Dich verlassen und wusste Dich stets am meiner Seite”, lobte Bettenhäuser und zitierte aus dem Schriftgutachten von Kämpfs Einstellungsgespräch. Das beschrieb ihn als “integer und gewissenhaft mit einer gutartigen und netten Gesinnung”, als jemanden, der eine sehr hohe Leistungsanforderung an sich selbst hat, zur Perfektion neigt und gleichfalls “sensibel, empfindlich, kontaktfreudig und verträglich” ist. Bettenhäuser erinnerte an das gemeinsam Erlebte und Erreichte der vergangenen elf Jahre. Das Brauhaus Zum Rammelsberg zum Beispiel, das Kämpfs Baby sei, die Urknall-Fete im alten Betonwerk, nach deren Ende Kämpf auf der Theke geschlafen habe, um die Vorräte zu bewachen. Der Hessentag 1999, auf dem der gebürtige Franke Inliner anschnallte, um schneller von A nach B zu kommen, die Vorverhandlungen zum Kauf der Hessischen Löwenbier Brauerei von der Ukraine aus und vieles mehr.

Für die Zukunft als Geschäftsführer in Straubing wünschte ihm Frank Bettenhäuser alles Gute. Dass er in der Lage sei, ein Unternehmen zu führen, habe er bewiesen. Die Freundschaft zueinander wolle man aufrecht erhalten, auch wenn man künftig auf anderer Ebene telefoniere.

Dank gab es auch von Seiten des Baunataler Bürgermeisters Manfred Schaub, der Kämpf als offen, verlässlich und pragmatisch umschrieb. “Schade, dass er geht”, sagte Schaub, Christoph Kämpf sei ein wichtiger Mann für die Region gewesen, der Unmengen an Initiativen mit auf den Weg gebracht habe.

Christoph Kämpf zeigte sich dankbar für so viele Lobesworte. “Ich muss aufpassen, dass ich beim Rausgehen noch durch die Tür passe”, flaxte er. Er dankte Frank Bettenhäuser, seinen Mitarbeitern und Kollegen sowie seinen Kunden für tolle Zusammenarbeit und Treue und auch seiner Frau, die ihn immer unterstützt habe.

Nachfolger Kämpfs wird der Rheinländer Norbert Pustlauk, der von einer Braurei aus Köln nach Baunatal wechselt. Pustlauk freut sich auf die Aufgaben, denen er sich ab 1. Oktober stellen wird: “Es gefällt mir gut, was ich hier sehe.” Brauen sei ein emotionales Thema, mit dem man im Hause Hütt sehr ehrlich und selbstbewusst umgehe.

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