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Über 1.600 Ausbildungsplätze warten

Mehr als 1.600 freie Ausbildungsplätze hat die Arbeitsagentur Kassel für 2010 noch im Angebot. Diese gilt es, an den Mann oder die Frau zu bringen. Aus diesem Grund empfiehlt die Berufsberatung Jugendlichen, die in 2010 eine Ausbildung starten möchten, umgehend einen Beratungstermin zu vereinbaren, denn: Es gibt fast 400 gesetzliche Ausbildungsberufe in ganz Deutschland und auch in Nordhessen sind es weit mehr als nur die Top-Ten der meistgewünschten Ausbildungsberufe, die mit kleinen Abweichungen über die Jahre recht unverändert ist. „Unser Ziel ist es, Ausbildungsplatzanbieter und Lehrstellensuchende zusammenzubringen”, erklärt Michael Reimer, Teamleiter der Berufsberatung. „Wir haben einige Betriebe, die gern einen Auszubildenden oder eine Auszubildende einstellen würden, die aber keine Interessenten finden.”

Vielleicht liegt es manchmal an der Bezeichnung des Berufes, dass er zu wenigen bekannt ist, wie beim Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Asphalttechnik. Bei anderen mag es daran liegen, dass sie jeder kennt, aber nicht bekannt ist, dass es mehr Stellen als Bewerber gibt. Zum Beispiel im Handwerk.

Brot isst fast jeder täglich, aber wer weiß, dass Deutschland das Land mit den meisten Brotsorten ist. Also langweilig wird der Beruf des Bäckers oder des Fachverkäufers in der Bäckerei sicher nicht. Kombiniert mit dem des Konditors erst recht nicht, denn der stellt nicht nur Kuchen und Torten her, sondern auch Kleingebäck, Konfekt, Süßspeisen und Eis.

Auch bei der Wurst liegt Deutschland vorn, kein Land hat mehr Wurstsorten als wir Deutschen. Wer also in den Einzelhandel gehen möchte, warum nicht als Fleischereifachverkäufer? Aber auch Elektroniker oder Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klima sind im Handwerk gefragt.

Nicht nur allem Anfang auch allem Neuen liegt ein Zauber inne, also warum nicht mal auf Entdeckertour gehen und die „Exoten” näher kennen lernen. Wer weiß was ein Fotomedienfachmann macht oder eine Hörgeräteakustikerin? Was muss ich als Schornsteinfeger für Voraussetzungen mitbringen und welche Anforderungen werden an eine Personaldienstleistungskauffrau gestellt?

Der Wandel an Wissen und Technologien bringt immer neue Berufe hervor. „Bei den weniger bekannten und nachgefragten Ausbildungsberufen bestehen gute Chancen, man muss sie nur nutzen”, so Reimer. Alle Infos gibt es unter www.arbeitsagentur.de.

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