Nach zwei Jahren DEL-Abstinenz sind die Kassel Huskies wieder in die höchste Eishockey Spielklasse zurückgekehrt. Vor ausverkaufter Halle (6100 Besucher) erkämpften sich die Kasseler nach einem verfahrenen Spiel in der regulären Spielzeit durch einen Schuss in der 11. Minute der Verlängerung von Drew Bannister den erhofften dritten Sieg in der Finalrunde.
Neun Minuten sind gespielt, als sich der Landshuter Pommersberger das Spielgerät nach einem Abwehrfehler der Huskies schnappt und allein auf Rousson zuläuft.Der mitgelaufene Brad Burym kann den Landshuter nur noch durch ein Foul stoppen. Schiedsrichter Jablukov ahndet diesen Regelverstoß sofort und gibt Penalty, den der Ex-Husky Peter Abstreiter anschließend sicher verwandelt. Acht Minuten später erlöst Steve Palmer die angespannten Fans mit seinem Treffer zum 1 zu 1 Ausgleich. Im mittleren Drittel sind die Spielanteile beider Teams lange Zeit ausgeglichen. Doch kurz vor Ablauf schlenzt Vince Marci den Puck aufs Tor, der Schuss prallt von Cinibulks Schoner ab, „Playoff-Monster“ Shawn McNeil ist zur Stelle und netzt zum 2:1 ein. Im letzten Drittel sind die Huskies das spielbestimmende Team auf dem Eis. Allerdings können sie ihre Chancen nicht verwandeln und nach einem schwerwiegenden Abwehrfehler von Drew Bannister können die Landshuter wiederum durch Abstreiter in der 52. Minute den Ausgleich erzielen. Die Verlängerung musste also her, um zwischen Aufstieg und Zweitklassigkeit zu entscheiden. In der 11. Spielminute des „Sudden-Death“ erkämpft sich Shawn McNeil die Scheibe, kreist um Cinibulks Tor und passt auf den heranstürmenden Drew Bannister, der die Scheibe mit einem krachenden Schlagschluss links unten ins Gehäuse einschlagen lässt. Grenzenloser Jubel durchfährt die Kasseler Eissporthalle… die Huskies sind endlich zurück in der höchsten deutschen Spielklasse.
Und auch die ersten personellen Vorbereitung für die DEL wurden bereits zwei Tage nach der Meisterschaft getroffen. Von den Moskitos Essen kommt der 28-jährige Martin Bartek nach Nordhessen. In der abgelaufenen Saison war der Slowake mit 112 Punkten in 56 Spielen der überragende Mann der Liga. Mit deutlichem Abstand wurde der Linksaußen vom Fachmagazin EishockeyNEWS zum Spieler des Jahres gewählt. Bereits in der Vorrunde glänzte er mit 44 Toren und 55 Vorlagen in 50 Spielen, bevor er in den Play-Offs gegen Heilbronn auf 4 Tore und 9 Vorlagen kam, jedoch mit den Moskitos scheiterte. Bartek ist ein echter Wandervogel. Vor seinem Engagement am Westbahnhof spielte er bereits in der DEL für Duisburg und ist damit in der kommenden Saison schon das dritte Jahr in Deutschland. Zuvor ging es von Amerika (Louisiana/ECHL) zurück in die Slowakei (Zvolen), nach Finnland (Lukko Rauma), wieder in die Slowakei (Bratislava), Russland (Novokuznetsk Metallurg), erneut nach Zvolen bevor er dann schlussendlich über Schweden (Leksands) in die DEL kam. 1998 wurde Bartek in der NHL in Runde 8 an Stelle 202 von Nashville gedraftet, kam aber für den Club nie zum Einsatz.
Der zweite Neuzugang ist ein Rückkehrer: Mit Alexander Heinrich kehrt nach zwei Jahren ein Kasseler Eigengewächs nach Nordhessen zurück. Der 20-jährige Stürmer spielte zuletzt beim ETC Crimmitschau und machte den Huskies das Leben im Play-Off-Viertelfinale sehr schwer. In 43 Spielen markierte er fünf Tore bei sechs Vorlagen. Mit den jungen Vollmer und Wolf spielte Heinrich eine starke Rolle im Team, obwohl die Reihe nominell nur die Vierte war. Zu dem war der Kasseler mit einer Förderlizenz in Wolfsburg ausgestattet, für die er sechs Spiele in der DEL absolvierte.






























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